St. Josef, Neuhaus
St. Sixtus, Schliersee
St. Leonhard, Fischhausen
Josefstaler Kapelle, Neuhaus
St. Bernhard, Spitzingsee
St. Georg am Weinberg, Schliersee
St. Martin, Westenhofen, Schliersee

Gedenktafel an der Kirche St. Georg

Das Erzbistum München und Freising und der Pfarrverband Schliersee haben gemeinsam einen Aufarbeitungsprozess gestartet, der sich mit der Gedenktafel an der Kirche St. Georg auf dem Weinberg in Schliersee befasst. Aufgearbeitet werden soll dabei sowohl die Geschichte des ursprünglichen Denkmals, das 1923 dort errichtet wurde, als auch die Geschichte der Tafel, die 1956 dort angebracht wurde. Der Prozess wird durch das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin wissenschaftlich begleitet und vom Katholischen Bildungswerk im Landkreis Miesbach e.V. durchgeführt.

Ziel des Prozesses sind eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Tafel und ihrer Geschichte sowie eine gemeinsame Lösung für den kritischen Umgang mit ihr, der heutigen Anforderungen entspricht und von allen Beteiligten mitgetragen werden kann.

In einer ersten Phase fanden von Februar bis Juli 2018 insgesamt 6 Vorträge von Fachreferenten statt, die allesamt sehr gut besucht waren.

In der zweiten Phase werden Ideen zum weiteren Umgang mit dem Denkmal gesammelt. Hier können Schlierseer Bürgerinnen und Bürger, die möglichst an den Vorträgen teilgenommen haben, ein halbseitiges Positionspapier zum Umgang mit dem Denkmal oder eine konkrete Idee dazu einreichen:

Bewerbungsadresse: KBW Miesbach, Stadtplatz 4, 83714 Miesbach oder kbw-miesbach(at)t-online.de.
Bewerbungsfrist: 14. September 2018

Aus diesen Einsendungen wird eine Auswahl getroffen, die es den Verantwortlichen ermöglicht, ein breites Spektrum an Ideen und Plänen zu erarbeiten.

Am 10. November 2018 wird dann ein Tagesworkshop unter der Leitung von Prof. Dr. Hermann Rumschöttel, Historiker und ehemaliger Generaldirektor der Staatlichen Archive Bayerns, stattfinden. Prof. Dr. Rumschöttel ist ein erfahrener Vermittler, wenn es um kontroverse Positionen zum Umgang mit belasteten Gedenkorten geht.

In der abschließenden dritten Phase soll die Wissensgrundlage der Reihe „Fakten und Hintergründe“ (Phase 1) und die Grundlage der erarbeiteten Lösungsansätze zum künftigen Umgang mit dem Gedenkort am Weinberg (Phase 2) einem im Herbst 2018 tagenden Gremium dazu dienen, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Dieses Gremium wird sich aus Vertretern der Pfarrei Schliersee als die Eigentümer des Denkmals, Vertretern des Gemeinderats, Vertretern aus Kunst und Kultur, sowie Vertretern aus lokalen Bildungseinrichtungen und einem Vertreter aus der Wissenschaft zusammensetzen.

Das Ziel ist eine unabhängige, qualifizierte und realisierbare Entscheidung des Gremiums als Empfehlung an die Pfarrei Schliersee.